Greenpeace Studie zum Ausbau der Stromnetze

Veröffentlicht auf von gutmensch

Der Ausbau der Stromnetze wird immer wieder als wichtiges Argument gegen die Energiewende ausgeführt. Ich habe das oft nicht verstanden. Soweit durch Photovoltaik und Windenergie an Land, dezentral Energie erzeugt wird, dürfte eigentlich die zu transportierende Strommenge eher sinken als ansteigen, wenn eben nicht zentral von Kraftwerken zu Verbrauchern Strom geleitet werden muss. Anders sieht es natürlich aus, wenn man - es lebe das Monopol - teure Offshore Windanlagen ins Meer stellt, deren gewaltige Strommengen irgendwie ins landesinnere müssen. Ich weiß dabei nicht, ob die Politiker es besser wissen und eben trotzdem den Konzernen, die die Energiewende verschlafen haben, nachgeben, oder glauben, dass es besser ist teuren Windstrom zentral auf dem Meer zu produzieren anstatt dezentral an Land.

 

Nunja - diese Greenpeace Studie  (pdf-Datei) spielt verschieden Szenarien durch (Sommer, wenig Wind oder Winter, wenig Sonne und wenig Wind) und ermittelt für Extremfälle die Leitungskapazitäten. Siehe da, der Ausbaubedarf ist bei intelligenter Stromnutzung deutlich geringer als oft behauptet. Fossile  - soweit es sich nicht um flexible Gaskraftwerke handelt - werden eben immer mehr zu einem Problem (anstatt zur Lösung beizutragen).

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